Im Verbundprojekt CC-LandStraD werden die Landnutzung und Landnutzungsänderungen in Deutschland untersucht.

Deutschland liegt in der gemäßigten Klimazone und zählt mit einer Fläche von rund 357.000 km2 und etwa 82 Millionen Einwohnern zu den am dichtest besiedelten Flächenländern der Welt. Angesichts der knappen Flächenverfügbarkeit wird das Land intensiv für vielfältige gesellschaftliche Anforderungen genutzt.

Die folgende Karte zeigt die wichtigsten Flächenutzungen in Deutschland im Jahr 2006.

Untersuchungsgebiet CC-LandStraD (© )

Im Jahr 2009 umfassten die landwirtschaftliche Nutzung 52 % und die forstwirtschaftliche Nutzung etwa 30 % der Flächen in Deutschland. Jedoch hat die Nutzung von Flächen für Siedlungs- und Verkehrsinfrastruktur sowie für Freizeit und Erholung eine hohe Priorität. Der Anteil liegt derzeit bei rund 14 % der Gesamtfläche. Sie determiniert im Wesentlichen den Flächenumfang, der für die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln sowie Holz zur Verfügung steht. Die Landbewirtschaftung soll darüber hinaus möglichst im Einklang mit Umwelt- und Naturschutz erfolgen, so dass verschiedene Ökosystemdienstleistungen erfüllt werden.

In den vergangenen Jahren haben die Erwartungen an Landnutzung zugenommen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Beispielsweise kann der in Böden und Vegetation vorhandene Pool an Kohlenstoff und anderen Treibhausgasen durch geeignetes Landmanagement erhalten bzw. vergrößert werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Energie aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe durch Energie aus Biomasse zu ersetzen. Die Potenziale des Landmanagements, zum Klimaschutz beizutragen, hängen von komplexen Wechselwirkungen zwischen den Landnutzungsänderungen und der Biogeosphäre ab, die teilweise noch nicht geklärt sind.

Im Verbundprojekt CC-LandStraD sollen Antworten auf folgende Fragen gefunden werden:

  • Welchen Beitrag zur Verminderung des Klimawandels kann Landnutzung in Deutschland bei sich ändernden Rahmenbedingungen leisten?
  • Welche sektorübergreifenden Landnutzungsstrategien lassen sich regional zum Erlangen von Klimaschutzzielen ableiten?
  • Wie kann ein Ausgleich zwischen unterschiedlichen Anforderungen an die Landnutzung gestaltet werden?