Biodiversität

Titel des Teilprojektes:
Analyse des Zusammenhangs zwischen agrar- und landschaftsstrukturellen Parametern und High Nature Value Farmland-Fläche

Einführung:
Landnutzungsstrategien zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel führen zu Änderungen in der Landnutzung. Landnutzungsänderungen sind ein wesentlicher Treiber für Veränderungen der biologischen Vielfalt (Biodiversität). Beispielsweise können sich aus dem vermehrten Anbau von Biomasse zur energetischen Nutzung sowohl Risiken als auch Chancen für die Biodiversität ergeben.

Einerseits können Nutzungsintensivierung und Einengung der Fruchtfolgen mit einer Verringerung der Kulturartendiversität und einem Verlust von Landschaftsstrukturen (Hecken, Säume) einhergehen und damit zu einem Verlust an Biodiversität führen. Andererseits können durch einen vermehrten Anbau von Energiepflanzen auch Synergieeffekte zwischen Klimaschutz und der Erhaltung der Biodiversität möglich sein, wenn beispielsweise ein verminderter Pestizideinsatz, eine Erweiterung der Fruchtfolgen oder eine Erhöhung landschaftsstruktureller Vielfalt durch ganzjährige Kulturen wie zum Beispiel Kurzumtriebsplantagen in ausgeräumten Landschaften erreicht werden.

Um die Auswirkungen unterschiedlicher Landnutzungsstrategien auf die Biodiversität zu untersuchen, analysieren wir in CC-LandStraD den Zusammenhang zwischen agrar- und landschaftsstrukturellen Parametern und dem auf Stichprobeflächen erfassten Anteil der Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert (High Nature Value Farmland; HNV-Farmland). Diese HNV-Farmland Daten werden als Ersatzgröße für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft (i. e. artenreiche landwirtschaftliche Flächen und Landschaftselemente) verwendet.    

Institution:
Thünen-Institut für Biodiversität

Kontakt

Wissenschaftliche Leitung
Dr. Sebastian Klimek

Mitarbeit
Dr. Doreen Gabriel