Regelungssysteme - Ziele

Landnutzungsentscheidungen in den Sektoren Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Siedlungswesen orientieren sich nicht nur an gegebenen Standortpotentialen. Sie sind vielmehr Ergebnis komplexer Steuerungs- und Entscheidungsprozesse, die sich auf verschiedenen Handlungsebenen entfalten. Im örtlichen, regionalen, nationalen und auch im europäischen Bezugsrahmen unterliegen Landnutzungsentscheidungen Rahmensetzungen des Umwelt- und Planungsrechts und sind Einflüssen verschiedener sektoraler Anreiz- und Förderpolitiken ausgesetzt. Gleichzeitig sind sie Ausdruck kooperativer, strategischer wie auch umsetzungsorientierter Aushandlungsprozesse zwischen öffentlichen und privaten Akteuren. Diese komplexen hybriden, flexiblen Governancestrukturen bilden zusammen die aktuellen Regelungs- und Steuerungssysteme der Landnutzung.

Landnutzungssteuerung im Klimawandel
(Quelle: Eigene Darstellung Raabe 2015, graphische Umsetzung: Claudia Schroer, Fotos: fotolia © minzpeter, © saratm, © ErnstPieber) (© )

Die sich abzeichnenden klimatischen Veränderungen und die dadurch notwendigen Anpassungen in der Landnutzung stellen neue Herausforderungen an ein nachhaltiges Landmanagement. Insofern stellt sich die Frage, ob die aktuellen Regelungs- und Steuerungssysteme der Landnutzung diesen Herausforderungen gerecht werden und hinreichend geeignet sind, um die in CC-LandStraD herausgearbeiteten Landnutzungsstrategien und Maßnahmen umzusetzen.

Zielsetzung innerhalb des Teilprojektes war daher:

  • die planungswissenschaftliche Evaluierung bestehender Steuerungsinstrumente und darauf aufbauend
  • die Formulierung übergeordneter institutioneller Gestaltungsoptionen sowie
  • die Ableitung maßnahmenspezifischer Gestaltungsoptionen für ein nachhaltiges Landmanagement.

Hierzu wurden die in CC-LandStraD modellierten Maßnahmen hinsichtlich ihrer rechtlich-instrumentellen und politisch-gesellschaftlichen Umsetzbarkeit bewertet.

Zielsetzung und methodisches Vorgehen im Teilprojekt
(Quelle: Eigene Darstellung Raabe 2015, graphische Umsetzung: Claudia Schroer) (© )