Regelungssysteme - Forschungsansatz und Methoden

Experten-Workshop am 24.02.2015 in Berlin
(© Raabe 2015)

Zur Erreichung der im Teilprojekt gesetzten Ziele kamen unterschiedliche methodische Ansätze zum Tragen. Die einschlägigen Regelungsinhalte, Handlungsansätze und Instrumentarien wurden zunächst im Rahmen einer planungswissenschaftlichen Evaluierungsforschung auf Basis eines Kriteriensystems in ihrer Adaptionsfähigkeit an sich wandelnde Anforderungen wie auch hinsichtlich ihrer Potenziale zur Weiterentwicklung einer Bewertung unterzogen. Berücksichtigung fanden dabei alle diejenigen Instrumente, die als rechtliche Regelungssachverhalte, Verfahren, Anreizmechanismen, Strategien, Konzepte und informelle Kooperationsformen zu einer Steuerung, Einflussnahme oder zu einer konkreten Umsetzung von Entscheidungen in der Landnutzung führen und denen in formal-rechtlichen wie auch informellen Governance-Kontexten strukturell-gestaltende und funktional-differenzierende Wirkungen in der Raumnutzung zukommen.

Als Kriterien zur Bewertung der vorhandenen Regelungssysteme wurden herangezogen:

  • die Passgenauigkeit: Bewertung der Einflussnahme rechtlicher Regelungen oder Instrumente auf Klimaschutz und / oder Klimaanpassung,   
  • der Umsetzungsbezug: Bewertung der Wirkungsweise einzelner Instrumente mit Bezug auf die Frage, welche Impulse vom Instrument / seinem Steuerungsansatz und / oder seinem Einflusselement ausgehen, um Klimaschutz- / Klimaanpassungsmaßnahmen im Landmanagement umzusetzen,   
  • die Bindungswirkung: Bewertung der rechtlichen Bindungswirkung eines Regelungs- und Steuerungsansatzes / eines Einflusselements zur Umsetzung von Maßnahmen für Klimaschutz / Klimaanpassung in der Landnutzung,   
  • die Umsetzungsrelevanz: Bewertung der theoretischen und praktischen Bedeutung, die einem Regelungs- und Steuerungsansatz / Einflusselement für eine nachhaltige, klimawandelangepasste Landnutzung zukommt.

Zudem wurde festgehalten, welche Zielgruppen von einzelnen Instrumenten und Regelungsinhalten angesprochen werden und welche Bezüge zu den modellierten Maßnahmen bestehen.

Die Ergebnisse der eigenen fachlich-inhaltlichen Analyse wurden mit Aussagen der begleitenden rechts- und planungswissenschaftlichen Literatur- und Dokumentenrecherche abgeglichen und ergänzt. Darüber hinaus flossen Erkenntnisse der nationalen und regionalen Stakeholder-Beteiligung sowie eines Experten-Workshops in die Analyse mit ein, was eine weitere Validierung der Ergebnisse ermöglichte.

Die abgeleiteten Handlungsoptionen zur Modifikation einzelner Steuerungsinstrumente wurden auf ihre rechtliche Umsetzbarkeit hin juristisch überprüft und mit den sektoralen Projektpart-nern fachlich abgestimmt. Somit ergibt sich ein ganzheitlicher Bewertungsansatz, in den mehrere methodische Bausteine einfließen.