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Landnutzungsszenarien - Ergebnisse

Für das Referenzszenario wurde die nutzungsartendifferenzierte Nachfrage nach Siedlungs- und Verkehrsfläche für das Jahr 2030 ermittelt. Danach reduziert sich die Flächenneuinanspruchnahme durch Siedlung und Verkehr von aktuell 87 ha (2007 bis 2010) pro Tag auf 45 ha bis 2030. Insgesamt steigt der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Gesamtfläche Deutschlands somit von 13,3 % im Jahr 2010 auf 14,5 % im Jahr 2030. Während die Nachfrage nach Gebäude- und Freiflächen sowie Erholungsflächen zurückgeht, bleibt die Nachfrage nach Verkehrsflächen nahezu konstant.

In der räumlichen Differenzierung der Siedlungs- und Verkehrsflächennachfrage gewinnen vor allem die westdeutschen Kernstädte an Bedeutung. Die Nachfrage in den westdeutschen urbanen Umlandkreisen bleibt allerdings am größten. Grund für diese Entwicklung ist der Zuzug von Zuwanderern vor allem in die wirtschaftlich starken städtischen Zentren. Detaillierte Ergebnisse sind in den BBSR Analysen KOMPAKT 09/2012 erschienen.

Datengrundlage für die Simulation

1.   Aktuelle Landnutzung

Für die Simulation der Landnutzungsänderung werden Informationen zur gegenwärtigen  Landnutzung benötigt. Aktuell sind unterschiedliche räumliche Datensätze verfügbar. Diese unterscheiden sich in ihrer zeitlichen, thematischen und räumlichen Auflösung. Daher war zunächst eine Prüfung erforderlich um festzustellen, welcher Datensatz für die Simulation der Landnutzungsänderung in Deutschland geeignet ist. Es wurde deutlich, dass insbesondere die Abbildung linearer Elemente wie z. B. Straßen und Bahntrassen bei den geprüften Datensätzen auf Grund des Erfassungsmaßstabs schwierig bleibt.

Die folgende Abbildung zeigt eine vergleichende Analyse der verschiedenen Datensätze mit den jeweiligen Anteilen der einzelnen Nutzungsarten an der untersuchten Gesamtfläche.

Im Rahmen von CC-LandStraD wird nun ein kombinierter Datensatz aus DLM-DE (BKG) und dem Urban Atlas (EEA) verwendet. Die folgende Abbildung gibt einen ersten Eindruck über den Detaillierungsgrad der verwendeten Landnutzungsdaten.

Eine Übersicht über alle untersuchten Datensätze sowie detaillierte Ergebnisse des Datenvergleichs sind in den BBSR Analysen KOMPAKT 02/2013 erschienen.

2.   Lokale Eignung

Die lokale Eignung wird durch das Muster der vorhandenen Landnutzung sowie durch weitere Faktoren beeinflusst. Zu den naturräumlichen Faktoren zählen die Geländehöhe, die Hangneigung und die Güte des Bodens für die ackerbauliche Nutzung. Zusätzlich werden zahlreiche Festlegungen aus der Regionalplanung und dem Naturschutz in das Modell übernommen (ROPLAMO). Vor allem negativ- und positivplanerische Festlegungen haben im Modell eine steuernde Wirkung auf die Siedlungsentwicklung.

Neben planerischen Festlegungen und angebotsseitigen Faktoren richten sich Landnutzungsentscheidungen nach ökonomischen Faktoren. Diese werden oft in Distanzen bzw. Erreichbarkeiten ausgedrückt, um die Entfernung zu Märkten in die Modellierung einzubeziehen. Hier wurden Daten des Erreichbarkeitsmodells des BBSR verwendet.

3.   Simulationsergebnis Referenzszenario

Derzeit wird mit dem Simulationsmodell Land Use Scanner die Landnutzungsänderung bis zum Jahr 2030 projiziert. Ergebnisse werden in Kürze hier veröffentlicht.

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