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Fokusregionen

CC-LandStraD: Regionale Beteiligung in den Fokusregionen fortgeführt

Regionale Akteure geben Feedback zu den zuvor vom CC-LandStraD-Team in Experteninterviews erhobenen klimarelevanten Maßnahmen der Landnutzung

Mit aktiver Beteiligung von Vertretern aus den Bereichen Forstwirtschaft, Naturschutz sowie Siedlungs- und Verkehrswesen wurde der Beteiligungsprozess in den Fokusregionen Rhein und Altmark fortgeführt. Im September 2012 kamen zahlreiche Vertreter der verschiedenen Bereiche sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Forschungsverbund CC-LandStraD in insgesamt sechs halbtägigen Workshops in den Fokusregionen auf Einladung des Teilprojekts "Regionaler Beteiligungsprozess" zusammen.

Diese transdisziplinäre Kooperation im Forschungsverbund CC-LandStraD machte den bisherigen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis erst möglich und zielt auf wechselseitigen Austausch zur regionalen Landnutzung und den Erfordernissen des Klimawandels. Inhaltliche Aspekte standen im Vordergrund der Workshops. Zum einen wurden die Ergebnisse der Interviews vorgestellt und diskutiert, die 2011 mit über 40 Expertinnen und Experten aus den jeweiligen Sektoren in den beiden Fokusregionen geführt wurden. Hier lieferten die Teilnehmer wichtige Ergänzungen zu den umfangreichen Informationen, die in den Interviews gesammelt wurden. Zum anderen entwickelten sich spannende Diskussionen zur aktuellen Forschung in den Teilprojekten vor dem Hintergrund wahrgenommener lokaler Notwendigkeiten und Wissenslücken. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt lag in der Bewertung von Maßnahmen, die in den geführten Interviews durch die Akteure und durch das Projektkonsortium als maßgeblich für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Bereich der Landnutzung identifiziert wurden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Workshops beurteilten diese hinsichtlich ihrer lokalen Relevanz und Wichtigkeit. Die Ergebnisse, insbesondere die Rangliste der präferierten Maßnahmen sind ein wichtiger Baustein für die Entwicklung relevanter Landnutzungsstrategien in CC-LandStraD. Die Teilnehmer informierten sich darüber hinaus zum Forschungsvorhabens und dessen Ziele, sowie zum Ablauf des regionalen Beteiligungsprozesses.

In den Workshops wurde das Projektteam von Frau Dr. Rosemarie Siebert, und Frau Wibke Crewett vom Zentrum für Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und Frau Pia Gottschalk vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) vertreten. Zu den jeweiligen Workshops kamen die Bearbeiter und Bearbeiterinnen der fachspezifischen Teilprojekte hinzu.

Bei den Akteuren nahmen für die Forstwirtschaft beispielsweise Vertreter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, des Landesforstbetriebs Sachsen-Anhalt, verschiedener Forstbetriebsgemeinschaften, des Waldbauernverbandes, des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt sowie private Waldeigentümer und Vertreter der lokalen Forstämter teil. Die Veranstaltungen fanden in Stendal bzw. in Lindlar statt. Forstliche Fachfragen sowie forstlich relevante Modellierungsansätze wurden durch Dr. Peter Elsasser vom Thünen-Institut für Forstökonomie und Frau Gottschalk (PIK) vorgestellt. Siebert betonte, dass insbesondere die Sichtweisen privater Waldbesitzer während des Workshops in der Altmark deutlicher herausgestellt wurden, als sie bisher in den Interviews zur Geltung kamen.

Im Workshop zum Naturschutz diskutierten Repräsentanten von Regionale-Projekten in NRW, Biologischen Stationen und den Unteren Naturschutzbehörden. Frau Dr. Sandra Rajmis vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung erörterte mit den Akteuren Aspekte des Naturschutzes im Rahmen von CC-LandStraD. Für Rajmis unterstrichen diese Diskussionen, dass wichtige regionale Themen, wie beispielsweise der Erhalt der Artenvielfalt, die Wahrnehmung von Landschaften mit verschieden großen Grünland- und Ackerflächen, in CC-LandStraD aufgegriffen und untersucht werden. Die Workshops dienen somit auch dazu zu prüfen, ob die richtigen regionalen Belange und Fragestellungen im Forschungsvorhaben betrachtet werden.

Siedlungs- und Verkehrsinteressen wurden vertreten von Beigeordneten bzw. Bürgermeistern von Gemeinden in den Fokusregionen, Vertretern der Bauordnungs- und Stadtsanierungsämter, bzw. der Regional- und Kreisentwicklung sowie vom lokalen Regionalmanagement. Als Fachreferent aus CC-LandStraD stellte Dr. Roland Götzke vom Bundesamt für Bau-, Stadt- und Regionalforschung erste Modellierungen der Siedlungs- und Verkehrsflächen vor.Diese Workshops fanden in Stendal, in Lindlar und in Siegburg statt.

Gegenwärtig werden die Workshops detailliert dokumentiert und die Aufzeichnungen in den kommenden Wochen an die Teilnehmer übermittelt. Für den Sektor Landwirtschaft folgen zwei Workshops nach Ende der Vegetationsperiode am 21. und 23. November 2012, in deren Rahmen Dr. Horst Gömann vom Thünen-Institut für Ländliche Räume die Methodik zur landwirtschaftlichen Modellierung vorstellen wird und klimarelevante Maßnahmen der Landwirtschaft diskutiert werden. Weitere, dann sektorübergreifende Workshops sind für die zweite Hälfte 2013 geplant.

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